Wien – Am gestrigen Ostersamstag kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt bundesweit 2,172 Euro, für einen Liter Superbenzin mussten 1,765 Euro bezahlt werden. Das ist ein Rückgang gegenüber Karfreitag, an dem 2,209 Euro für Diesel und 1,788 Euro für Benzin verlangt wurden. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control hervor.
Aktuelle Preisregelung für Treibstoffe
Aktuell darf nur dreimal die Woche (Montag, Mittwoch und Freitag) zu Mittag der Preis angehoben werden, gesenkt werden kann freilich immer. Die Spritpreisbremse soll die Treibstoffpreise an den Zapfsäulen um zehn Cent pro Liter drücken. Wirtschaftsforscher prognostizierten durch den Preiseingriff nur eine leicht dämpfende Wirkung auf die Teuerung. Die Preisregelung für Diesel und Benzin wird primär durch eine Steuersenkung sowie eine Margenbegrenzung bei großen Tankstellenketten umgesetzt.
Forderung an EU
Wegen der weiterhin hohen Spritpreise fordert Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) gemeinsam mit vier Amtskollegen die EU-Kommission zur Prüfung einer Übergewinnsteuer auf europäischer Ebene auf. In einem Brief, der am Samstag übermittelt wurde, wird auf ein ähnliches, befristetes Instrument im Jahr 2022 verwiesen. Neben Marterbauer haben diesen Amtskollegen aus Deutschland, Spanien, Portugal und Italien unterzeichnet.
„Angesichts derzeitiger Marktverzerrungen und fiskalischer Zwänge sollte die Europäische Kommission rasch ein ähnliches EU-weites Abgabeninstrument entwickeln, das auf einer soliden Rechtsgrundlage beruht“, hieß es in dem Schreiben. Die EU-Maßnahme sollte nach Ansicht der EU-Finanzminister zusätzlich zu nationalen Initiativen gegen hohe Spritpreise in den 27 EU-Mitgliedstaaten beschlossen werden. (APA, red, 5.4.2026)
Bildbeschreibung
Fünf Zapfsäulen einer Tankstelle der Marke AVIA mit verschiedenen Treibstoffarten: Diesel, Blue Diesel, Super Plus, Super E10 und Super. Jede Zapfsäule ist mit einer Zapfpistole ausgestattet, die beschriftet ist. Im Hintergrund Preistafeln und Informationen zur Tankstelle.








