Viele Sportbegeisterte kennen das Problem: Die Haltung verbessert sich, der Rücken wird durch Pilates stabiler – doch optisch verändert sich der Körper kaum. Wer sichtbare Muskeln aufbauen möchte, greift oft zu intensiven Methoden wie HIIT oder CrossFit und kämpft später mit überlasteten Gelenken.
Genau hier setzt eine neue Alternative an: das Lagree Training auf dem sogenannten Megaformer. Es wirkt zunächst wie ein Kompromiss, entpuppt sich jedoch für viele als echter Durchbruch.
Wenn klassisches Pilates nicht mehr ausreicht
Pilates kann anfangs erstaunliche Fortschritte bringen: bessere Körperhaltung, bewusstere Atmung und weniger Rückenschmerzen. Doch nach einiger Zeit gewöhnt sich der Körper an die Belastung.
Die Folgen:
- Die Muskelkraft stagniert
- Die sichtbare Definition bleibt aus
- Die Motivation sinkt trotz regelmäßigem Training
Viele wechseln dann zu intensiveren Trainingsformen mit Sprüngen und schnellen Bewegungen – oft auf Kosten der Gelenke, des Rückens oder des Beckenbodens.
Lagree Training: Ein eigenständiges Konzept
Lagree Training stammt aus Kalifornien und wird häufig mit Pilates verglichen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein eigenständiges Trainingssystem: hochintensiv, aber gelenkschonend.
Trainiert wird auf dem Megaformer – einer speziellen Maschine, die kontinuierliche Muskelspannung erzeugt. Die Bewegungen sind langsam, kontrolliert und erfolgen ohne Stoßbelastung.
Unterschied zum klassischen Reformer
Auf den ersten Blick ähnelt der Megaformer einem Pilates-Reformer. Doch in der Praxis gibt es deutliche Unterschiede:
- Ein beweglicher, instabiler Schlitten
- Plattformen an beiden Enden für vielseitige Übungen
- Präzise einstellbare Widerstände durch Federn
Während der Reformer häufig in der Rehabilitation eingesetzt wird, fordert der Megaformer kontinuierlich maximale Muskelarbeit.
Ganzkörpertraining mit hoher Intensität
Lagree kombiniert Kraft, Ausdauer und Core-Training. Typisch sind komplexe Bewegungsabläufe, bei denen mehrere Muskelgruppen gleichzeitig arbeiten.
Beispielsweise wird in einer Übung gleichzeitig:
- das Gleichgewicht gehalten
- mit den Beinen gearbeitet
- der Oberkörper stabilisiert
- mit den Armen Zugbewegungen ausgeführt
Der Puls steigt dabei nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch die gleichzeitige Beanspruchung vieler Muskeln.
Der Effekt der Langsamkeit
Ein zentrales Merkmal des Lagree Trainings ist das extrem langsame Tempo. Jede Bewegung wird kontrolliert ausgeführt – oft mindestens vier Sekunden pro Phase.
Warum langsame Bewegungen so intensiv sind
Im Gegensatz zu klassischem Krafttraining gibt es kaum Entlastungsphasen. Die Muskulatur bleibt dauerhaft unter Spannung, oft über einen Zeitraum von bis zu zwei Minuten pro Übung.
Dieses konstante Belastungsniveau erzeugt ein intensives Muskelbrennen – genau dieser Reiz fördert Muskelaufbau und Fettverbrennung.
Aktivierung tiefer Muskelschichten
Selbst gut trainierte Personen entdecken beim Lagree Training oft neue Muskelbereiche. Die instabile Plattform zwingt den Körper dazu, permanent auszugleichen.
Starker Core statt nur Sixpack
Im Fokus steht die tiefe Rumpfmuskulatur, insbesondere die quer verlaufenden Bauchmuskeln, die den Körper stabilisieren.
Viele berichten nach kurzer Zeit von:
- einer festeren Körpermitte
- einer schlankeren Taille
- mehr Stabilität im unteren Rücken
Hoher Puls ohne Sprünge
Obwohl die Übungen langsam sind, erfolgen die Übergänge schnell. Dadurch bleibt der Puls konstant erhöht – ganz ohne belastende Sprungbewegungen.
Das Ergebnis: effektives Training mit hoher Intensität und gleichzeitig geringem Risiko für Gelenke und Bänder.








