Schlupflider ab 50: Mit diesen 4 Tricks wirkt Ihr Blick sofort frischer

Tricks wirkt Ihr Blick sofort

Mit ein paar gezielten Schminktricks lässt sich das erstaunlich gut ausgleichen.

Viele Frauen stellen irgendwann fest, dass der Wimpernkranz kaum noch zu sehen ist, Lidschatten in Fältchen verschwindet und der Lidstrich ständig verwischt. Schuld sind Schlupflider und erschlaffte Haut am Oberlid – ein ganz normaler Teil des Älterwerdens, aber optisch manchmal ziemlich frustrierend. Mit der richtigen Technik kann Make-up den Blick dennoch sichtbar anheben und verjüngen, ohne OP und ohne Filter.

Warum Schlupflider ab 50 so herausfordernd sind

Mit den Jahren verliert die Haut am Oberlid Elastizität. Die feste Lidhaut sinkt langsam nach unten und legt sich teilweise oder fast komplett über das bewegliche Lid. Der Platz zwischen Wimpern und Braue wirkt kleiner, der Blick schwerer.

Typische Probleme, die viele kennen:

  • Lidstrich knickt in der Falte ab oder „bricht“
  • Wimperntusche stempelt sich auf das Oberlid
  • Lidschatten rutscht in Fältchen oder wirkt fleckig
  • Das Augen-Make-up verschwindet beim Blick geradeaus komplett

Wer Schlupflider schminkt wie ein jugendliches, glattes Lid, wirkt schnell müder – obwohl viel Mühe im Make-up steckt.

Der Schlüssel liegt darin, die Form des Auges anzunehmen und gezielt damit zu arbeiten, statt gegen sie anzukämpfen.

Trick 1: Die Basis – so bereiten Sie das Lid richtig vor

Vor jedem Lifting-Effekt durch Make-up steht eine saubere Grundlage. Gerade bei reifer Haut am Auge lohnt sich ein Schritt mehr.

Sanfte Vorbereitung der Lidhaut

  • Augencreme sparsam einsetzen: Nur eine kleine Menge verwenden und eher unter dem Auge platzieren, nicht dick auf das Oberlid geben. Zu viel Pflege lässt Produkte schneller verrutschen.
  • Primer oder Concealer als Haftgrund: Ein spezieller Lidschatten-Primer oder ein sehr dünn aufgetragener Concealer verhindert, dass sich Produkt in Fältchen absetzt.
  • Leicht abpudern: Ein Hauch transparentes Puder auf dem Oberlid reduziert Glanz und glättet optisch kleine Fältchen – eine wichtige Vorbereitung für Lidstrich und Lidschatten.

Diese Basis wirkt unscheinbar, entscheidet aber oft darüber, ob der Look nach zwei Stunden noch frisch aussieht oder schon verschmiert.

Trick 2: Eyeliner für Schlupflider – so gelingt der Lifting-Effekt

Der klassische, lange Lidstrich mit stark hochgezogener „Wing“-Spitze ist bei stark verhängten Lidern meist kein Freund. Er verschwindet in der Falte oder wirkt gebrochen.

Fehler, die viele beim Lidstrich machen

  • Die Haut am Lid beim Schminken stark nach außen ziehen
  • Die Linie direkt in der Lidfalte enden lassen
  • Zu dicke, deckende Linien verwenden
  • Zu flüssige Texturen bei stark faltiger Haut nehmen

Ziehen Sie die Haut beim Lidstrich nicht straff. Sobald sie loslassen, „springt“ die Linie in ihre echte Form – und wirkt schief.

So setzen Sie den Lidstrich, damit das Auge geliftet wirkt

Eine bewährte Technik, die auch bei sehr stark hängenden Lidern funktioniert, besteht aus drei einfachen Schritten:

  1. Dünn am Wimpernkranz starten: Beginnen Sie mit einem weichen Kajal oder Gel-Eyeliner direkt zwischen den Wimpern. Die Linie bleibt am inneren Augenwinkel sehr fein.
  2. Punkt unterhalb der Falte setzen: Blicken Sie gerade in den Spiegel. Dort, wo die Lidfalte beginnt, setzen Sie etwas weiter außen einen kleinen Punkt – entscheidend: unterhalb des Faltenbruchs, nicht hinein.
  3. Punkt mit der Linie verbinden: Führen Sie nun eine kurze, leicht ansteigende Linie von diesem Punkt zurück zum Wimpernkranz. So entsteht eine kompakte, dezente Spitze, die bei geöffnetem Auge sichtbar bleibt und den Blick anhebt.

Dadurch liegt die „Wing“-Spitze nicht im störenden Knick, sondern knapp darunter. Der äußere Augenwinkel wirkt optisch angehoben, ohne dass der Lidstrich im Sitzen oder Stehen verschwindet.

Trick 3: Lidschatten richtig platzieren – optisch mehr Lidfläche schaffen

Wer Schlupflider hat, versucht häufig, Lidschatten nur auf das bewegliche Lid aufzutragen. Beim Blick geradeaus ist davon dann oft nichts mehr zu sehen.

Die optische Lidfalte nach oben versetzen

Der Profi-Trick lautet: Sie schminken sich eine neue Lidfalte leicht oberhalb der natürlichen Falte.

  • Hellen Ton aufs bewegliche Lid: Ein zarter, matter oder leicht satinierter Cremeton bringt Licht direkt über den Wimpern.
  • Mittelton in die „Fake-Falte“: Mit einem matten, etwas dunkleren Braun- oder Taupeton arbeiten Sie in die Zone knapp über der echten Falte – dort, wo der Knochen des Augenhöhlenbogens tastbar ist.
  • Weich nach oben verblenden: Die Farbe wird zur Braue hin immer transparenter, ohne harte Kanten. So wirkt das Lid höher und größer.

Der Lidschatten sitzt bei Schlupflidern nicht in der echten Falte, sondern etwas darüber. Erst so entsteht der straffende Effekt.

Am äußeren Drittel des Auges darf der Ton etwas intensiver sein, das hebt das Auge zusätzlich.

Trick 4: Augenbrauen – der unterschätzte Lifting-Hebel

Ein Großteil der optischen Augenform wird über die Brauen gesteuert. Gerade ab 50 lichtet sich dort oft das Haar, die Form wirkt undefiniert.

Mit der richtigen Brauenform mehr Raum schaffen

Statt sehr dunkler, blockartig ausgemalter Brauen punktet ein sanft definierter Bogen, der nach oben „öffnet“:

Brauen nach unten bürsten: So sehen Sie genau, wo Lücken sind und wie die obere Linie verläuft.

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