Neue Renten-Regel ab September: So viel mehr Geld bekommen Mütter jetzt

Viele Frauen haben in ihrem Berufsleben ähnliche Herausforderungen: Elternzeit, Teilzeitjobs oder längere Pausen wegen Kinderbetreuung. Genau diese Zeiten führen später zu Lücken in der Rente. Weniger Einzahlungen und geringere Einkommen wirken sich direkt auf die spätere Rentenhöhe aus. Dadurch sind Mütter im Alter oft finanziell benachteiligt. Um diese Nachteile auszugleichen, gibt es im französischen Rentensystem besondere Regelungen, sogenannte Familienrechte. Diese beinhalten zusätzliche Versicherungszeiten, Zuschläge auf die Rente und spezielle Vorteile für Eltern. Besonders Mütter profitieren davon, da sie häufig den größten Teil der Betreuung und Pflege übernehmen.

Zusätzliche Rentenquartale für Kinder

Ein wichtiger Vorteil sind zusätzliche Versicherungszeiten für Kinder. Pro Kind können bis zu acht Quartale angerechnet werden. Diese setzen sich aus Zeiten für Schwangerschaft oder Adoption sowie für die Erziehung zusammen. Diese Quartale werden zur gesamten Versicherungsdauer addiert und helfen dabei, schneller den vollen Rentenanspruch zu erreichen. Im öffentlichen Dienst sind die Vorteile etwas geringer und auf vier Quartale begrenzt.

Früherer Renteneintritt möglich

Neue Regelungen ermöglichen es Müttern, bestimmte Kinderzeiten auch für einen früheren Renteneintritt zu nutzen. Ein Teil der Kinderquartale kann bei einer langen Erwerbsbiografie berücksichtigt werden. Auch bei der sogenannten Teilrente ab 60 Jahren zählen diese Zeiten mit. Dadurch erhalten Mütter mehr Flexibilität beim Übergang in den Ruhestand.

10 Prozent mehr Rente ab drei Kindern

Ein weiterer Vorteil ist ein direkter Rentenzuschlag. Wer drei oder mehr Kinder hat, erhält dauerhaft 10 Prozent mehr Rente. Dieser Bonus gilt sowohl für die Basisrente als auch für Zusatzrenten. Er bleibt lebenslang bestehen und steigt mit zukünftigen Rentenanpassungen weiter an.

Rente vorher Zuschlag (10%) Rente nachher
1.800 € 180 € 1.980 €
1.200 € 120 € 1.320 €

Extra Vorteile bei Kindern mit Behinderung

Für Eltern von Kindern mit schwerer Behinderung gibt es zusätzliche Anrechnungen. Neben den normalen Kinderzeiten können weitere Quartale gutgeschrieben werden. Dadurch können längere Auszeiten im Job besser ausgeglichen werden.

Mehr Rente durch längeres Arbeiten

Mütter, die ihren Rentenanspruch bereits erfüllt haben und weiterarbeiten, profitieren zusätzlich. Für jedes weitere Quartal steigt die Rente um 1,25 Prozent, bis zu maximal 5 Prozent. Dadurch lohnt sich längeres Arbeiten finanziell deutlich.

Neue Rentenberechnung bringt Vorteile

Mit einer Reform wird die Berechnung der Rente verbessert. Schlechte Einkommensjahre, die oft nach der Geburt eines Kindes entstehen, können teilweise aus der Berechnung herausfallen. Dadurch steigt der Durchschnittsverdienst und somit auch die spätere Rente.

Elternzeit und Pflegezeiten werden berücksichtigt

Auch Zeiten ohne Arbeit, wie Elternzeit oder Pflegephasen, werden angerechnet. Bis zu drei Jahre pro Kind können berücksichtigt werden. Bei besonderen Fällen sogar länger. Es wird immer automatisch die beste Variante für die Betroffenen gewählt.

Was bedeutet das für Mütter?

Die neuen Regeln sorgen dafür, dass Mütter schneller den vollen Rentenanspruch erreichen, höhere Renten bekommen und Nachteile aus Teilzeit oder Pausen ausgeglichen werden. Besonders Frauen mit mehreren Kindern profitieren stark von diesen Verbesserungen.

Wichtige Tipps für die Praxis

Mütter sollten ihre Rentenunterlagen regelmäßig prüfen. Wichtig ist, dass alle Kinderzeiten korrekt erfasst sind. Eine Beratung kann helfen, die eigenen Ansprüche besser zu verstehen und mögliche Vorteile voll auszuschöpfen.

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